Das iPhone 3G ist jetzt zwei Jahre alt und geht seinem Ende entgegen. Der Beweis? Installiert mal iOS 4 darauf und seht selbst, wie das 3G an Geschwindigkeit verliert. Und das obwohl nicht mal alle Funktionen von Apples neuestem Smartphone-OS darauf laufen.
Alternativ schaut Ihr Euch einfach dieses Flickr-Video an. iPhone-Besitzer Adrian Nier hat darin zwei 3G nebeneinander gelegt. Auf einem läuft iOS 4, auf dem anderen Version 3.1.3. Sieht man von Safari ab, dann braucht das iOS4-3G für alle Aktionen deutlich länger als das Gerät mit dem älteren Betriebssystem.
Auf meinem eigenen 3G ist das Tippen zur Qual geworden. Der erste Buchstabe poppt auf und bleibt auf dem Display stehen, während ich schon die nächsten tippe. Ich breche ab, das Gerät holt auf, aber natürlich kommt es ohne das visuelle Feedback zu Tippfehlern. Einfachste Anwendungen brauchen eine Ewigkeit bis sie gestartet sind und Abstürze sind an der Tagesordnung. Alleine um die Einstellungen aufzurufen habe ich drei Versuche benötigt. Instapaper zu aktualisieren dauert jetzt glatt doppelt so lange wie bisher.
Auf der Habenseite verbuchen wir 3G-Besitzer gerade einmal die Ordner zum Sortieren von Apps und ein paar neue Funktionen in der Mail.app. Kein Multitasking, keine Hintergrundbilder, keine Bluetooth-Keyboard-Unterstützung.
Es verwundert ja nicht, dass das iPhone 3G von 2008 seine Mühe hat mit einem Smartphone-OS, das 2010 auf den Markt kommt. Aber wiegt man Vor- und Nachteile gegeneinander auf, dann muss man sich schon sehr wundern, dass Apple das Update überhaupt für das 3G freigegeben hat.








